Eröffnung des Instituts für italienische Rechtssprache
Am Nachmittag des Mittwochs, 4. Juni 2025, wurde das Institut für italienische Rechtssprache an der Universität Bern feierlich eröffnet. Die Veranstaltung markierte einen bedeutenden Meilenstein für die Förderung des Italienischen als Rechtssprache in der Schweiz und brachte Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Diplomatie und Politik aus der Schweiz und Italien zusammen.
Nach den institutionellen Grussworten von Prof. Dr. Fritz Sager, Vizerektor Lehre der Universität Bern, S.E. Botschafter Gian Lorenzo Cornado, Botschafter Italiens in der Schweiz, und Prof. Dr. Iole Fargnoli, Direktorin des Instituts für italienische Rechtssprache, folgten die wissenschaftlichen Vorträge von Prof. Dr. Federigo Bambi von der Universität Florenz, der die Entwicklung der gesprochenen Rechtssprache zwischen Capua und Boccaccio nachzeichnete, sowie von Prof. Dr. Antonio Saccoccio von der Universität Rom «La Sapienza», der sich mit dem Italienischen als Rechtssprache befasste.
Den Abschluss des Nachmittags bildete die Podiumsdiskussion «Il ruolo dell'IIG nel terzo millennio: prospettive e aspettative», moderiert von Dr. Jean-Luc Egger. An der Diskussion beteiligten sich Rechtsanwalt Francesco Catenazzi, juristischer Berater des Staatsrats des Kantons Tessin, Ständerat Marco Chiesa, Prof. Dr. Francesca Ruggieri von der Universität Insubrien und Direktorin des Dipartimento di Diritto Economia e Culture (DIDEC) sowie Prof. Dr. Annamaria Astrologo von der Università della Svizzera italiana und Direktorin des Istituto di diritto (IDUSI). Die Diskussion zeigte die zukünftigen Perspektiven des Instituts als Brücke zwischen der italienischen Rechtstradition und der mehrsprachigen Rechtswirklichkeit der Schweiz auf. Die Eröffnungsveranstaltung klang bei einem Apéro in geselliger Atmosphäre aus.